Palästina-Koordination: „Keine Waffenlieferungen an Israel vom Flughafen Köln-Bonn“
„Keine Waffenlieferungen an Israel vom Flughafen Köln-Bonn“
Am 20.12.2025 organisierte die Kölner Palästina-Koordination eine Mahnwache am Terminal 1 des Flughafens Köln/Bonn. Rund dreißig Leute nahmen an der Aktion teil. Viele der Wartenden und der gerade Angekommenen unterschrieben eine Unterschriftensammlung an den Stadtrat und forderten einen Stopp der Waffenlieferungen. Auch Beschäftigte schlossen sich diesen Forderungen an. Es ist geplant, die Aktion fortzuführen und auszuweiten und die Unterschriften bei einer der nächsten Sitzungen an die Mitglieder des Rats zu überreichen.
Viele Hinweise liegen in der Zwischenzeit vor, dass über den Flughafen Köln-Bonn zahlreiche Waffentransporte nach Israel abgewickelt werden. Schon im Vorfeld der Kommunalwahl in NRW war diskutiert worden, wie es möglich ist, auf kommunaler Ebene den Kampf gegen die weitere Unterstützung von Völkermord und Vertreibung der Palästinenser zu führen.
Mittlerweile hat die Regierung Merz auch die deutschen Waffenlieferungen wieder aufgenommen. Vor diesem Hintergrund hat die Kölner Palästina-Koordination die Aktion am 20.12. auf dem Flughafen beschlossen.
Burghard Müller hielt für die Palästina-Koordination zu Beginn eine kurze Ansprache: „Diese Mahnwache ist eine Versammlung der Palästina Koordination Köln.Wir sind gegen den Einsatz von Waffen zum Lösen von Konflikten. Wir verurteilen das Ermorden von Menschen egal wo und aus welchen Gründen, sowohl im Sudan, in Palästina, in der Ukraine, oder in Australien, ob aus rassistischen, religiösen, weltanschaulichen, machtpolitischen Gründen oder aus Hass. Wir verurteilen Waffengewalt gegen Menschen. In Palästina leiden die Menschen. Trotz Friedensplan schweigen die Waffen nicht. In Gaza vegetieren die Menschen in Zelten und Trümmern. In der Westbank werden die Menschen mit Waffengewalt von ihren Feldern und aus ihren Häusern vertrieben. Wir fordern für die Menschen in Palästina ein Leben in Frieden und Freiheit ohne Besatzung. Deshalb fordern wir: Keine Waffenlieferungen vom Flughafen Köln Bonn nach Israel.“
Im Flugblatt der Palästina-Koordination hieß es dazu auch noch: „(…) im Staat Israel verschärft sich die Unterdrückung der palästinensischen Araber, und tausende Palästinenser sind in israelischen Gefängnissen eingekerkert!
Die israelische Armee wird weiterhin mit deutschen Waffen beliefert. Die Lieferungen von Waffen und Kriegsgerät, nicht nur aus Deutschland, sondern auch von den USA, erfolgt zum Teil über den Flughafen Köln-Bonn. Wir demonstrieren dagegen. Wir akzeptieren nicht, dass die deutsche Regierung Waffen an die israelische Armee liefert. Wir sind dagegen, dass Israel das Gaza-Gebiet, das Westjordanland und Ostjerusalem weiterhin besetzt und die dortige Bevölkerung terrorisiert.
Der Flughafen Köln-Bonn GmbH ist eine öffentliche Gesellschaft und die Stadt Köln besitzt mit 31,12% den größten Anteil. Deshalb fordern wir den Stadtrat, die Gesellschafterversammlung und den Vorstand auf, Waffenlieferungen von Köln-Bonn nach Israel zu stoppen. Einrichtungen der Stadt Köln dürfen nicht dafür benutzt werden, Palästinenser zu töten!
Wir fordern:
Keine Lieferung deutscher Waffen an Israel
Keine Waffenlieferungen an Israel über den Flughafen Köln-Bonn
Selbstbestimmungsrecht für das Palästinensische Volk!“
Die Petition gerichtet an den Rat der Stadt Köln kann auch hier unterschrieben werden: zur Unterzeichnung
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