Einladung zur Versammlung des Was-Tun?!-Unterstützerkreises in Köln am 18.12. - Flugblatt an die Kolleginnen und Kollegen von Ford
Liebe Kolleginnen und Kollegen bei Ford,
wir wollen nicht zu denen gehören, die in den letzten Tagen und Wochen in allen möglichen Variationen immer nur wiederholt haben: Ford hat keine Zukunft mehr!
Wir wollen nicht zu denen gehören, die immer nur sagen, dass es keine Hoffnung gibt und die nur wollen, dass möglichst viele die Abfindungsangebote des Managements unterschreiben.
Uns fiel vor zwei Wochen, am Donnerstag, den 27.11., eine Pressemeldung auf, die aus unserem Nachbarland Frankreich kam: Dort hat die Nationalversammlung (entspricht dem Bundestag in Deutschland) beschlossen, dass der Staat das Werk des Stahlherstellers Arcelor-Mittal in Dünkirchen übernimmt.
Was sagen die Kolleginnen und Kollegen dort im Betrieb? Dazu wurde ein Gewerkschaftsverantwortlicher der Gewerkschaft CGT gefragt, der sagte:
„Die Abstimmung zur staatlichen Übernahme von Arcelormittal hat die Truppe hier wieder auf Trab gebracht. Das ist ein erster Sieg in diesem Krieg, den wir seit anderthalb Jahren gegen den Milliardär, Herrn Mittal, führen … Seit Montag steht die Fabrik fast still, mit einer historischen Mobilisierung, wie bei (der Abstimmung am 27.11.) des Gesetzentwurfs am vergangenen Donnerstag. Wir haben Bereiche, bei denen es zu 100 % Streikende gibt.“Den Beschluss im französischen Parlament hat die Partei „Die Unbeugsamen“ (LFI) gegen die Regierung und den Staatspräsidenten Macron erzwungen. Die „Unbeugsamen“ sind eine neue Partei, aber sie hat mittlerweile Millionen von Stimmen aus der Arbeiterschaft bekommen, viele auch von Kolleginnen und Kollegen mit ausländischen Wurzeln. Sie ist eine linke Partei. Sie macht aber die Politik der traditionellen Schein-„Linken“ nicht mit, die immer auf Kompromisse mit den bürgerlichen Parteien und ihrem Staatspräsidenten Macron gesetzt hat.
Das zeigt, es gibt einen Weg, wie man die Entindustrialisierung stoppen kann. Natürlich kann man sagen, Frankreich ist nicht Deutschland. Aber wenn man will, gibt es auch hier einen Weg. Der Schlüssel dazu ist aber auf jeden Fall der, dass man die Regierungen stoppen muss, die trotz aller Heuchelei die Entindustrialisierung mit ihrer Politik vorantreiben. Sie schenken den Konzernen Milliarden an Subventionen (z.B. für die Elektromobilität), die diese freundlich in die Tasche stecken und die dann genauso freundlich weiter Arbeitsplätze streichen wie bisher!
Auch die Belegschaft in Köln und den anderen Werken „steht im Krieg“ … nicht wie unsere Kollegen in Frankreich mit dem Milliardäre Mittal sondern mit dem Ford-Konzern.
Aber wie kämpft man in Deutschland für eine politische Kraft, die sich für den Erhalt aller Arbeitsplätze einsetzt?
Was kann man tun? Wir wollen wir darüber diskutieren. Wir laden alle Kolleginnen und Kollegen ein.
Wir treffen uns und diskutieren im Was-Tun?!-Unterstützerkreis. Wir sind politisch engagierte GewerkschafterInnen, haben uns an Aktionen gegen den Krieg und den Völkermord an den Palästinensern beteiligt, sind z.T. Mitglieder oder Unterstützer des BSW. Wir laden ein zum Austausch über die aktuelle Situation:
Do., 18.12.2025, 19 Uhr, „Clubraum“
Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3
https://was-tun-koeln.blogspot.com
Bei Interesse an Information, bitte hier anklicken:Kontakt
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